Possessivpronomen (le mien, le tien)
Zusammenfassung
Possessivpronomen wie le mien / la mienne / les miens ersetzen ein Substantiv und bedeuten „meiner, deiner, seiner/ihrer…". Sie tragen stets den bestimmten Artikel und richten sich in Genus und Numerus nach dem besessenen Ding, nicht nach dem Besitzer.
Erklärung
Ein Possessivpronomen ersetzt eine Nominalgruppe aus Possessivadjektiv und Substantiv, sodass man das Substantiv nicht wiederholt: « C'est ta valise ? — Non, c'est la mienne. » Anders als die Possessivadjektive mon/ma/mes, die vor einem Substantiv stehen, steht das Pronomen allein an der Stelle des Substantivs.
Jedes Possessivpronomen besteht aus zwei Teilen: dem bestimmten Artikel (le, la, les) und einem Possessivstamm. Die Formen sind: le mien / la mienne / les miens / les miennes; le tien / la tienne / les tiens / les tiennes; le sien / la sienne / les siens / les siennes; le nôtre / la nôtre / les nôtres; le vôtre / la vôtre / les vôtres; le leur / la leur / les leurs. Beachten Sie den Zirkumflex auf nôtre / vôtre, der die Pronomen von den Adjektiven notre / votre unterscheidet.
Die Kongruenz ist der entscheidende Punkt. Sowohl der Artikel als auch der Stamm richten sich nach dem besessenen Ding, nie nach dem Besitzer. So sagen ein Mann wie eine Frau la mienne über ein feminines Substantiv wie voiture: « Ma voiture / sa voiture est là ; la mienne / la sienne aussi. » Ebenso bedeutet le sien gleichermaßen „seiner" und „ihrer" — das gezeigte Genus ist das des besessenen Substantivs, genau wie beim Adjektiv son/sa.
Trifft der Artikel le oder les auf die Präpositionen à oder de, verschmilzt er wie jeder bestimmte Artikel: à + le mien = au mien, à + les miens = aux miens, de + le mien = du mien, de + les miens = des miens. Man sagt also « Je pense au tien. », « Il s'occupe des siens. » Das feminine la mienne / la sienne verschmilzt nicht: « Je pense à la mienne. »
Verwechseln Sie das Possessivpronomen nicht mit der Konstruktion être + à + betontes Pronomen, die ebenfalls Besitz ausdrückt, aber anders: « Ce livre est à moi. » gibt an, wem etwas gehört, während « Ce livre est le mien. » es unter anderen identifiziert. Beide sind korrekt; das Pronomen le mien wird bevorzugt, wenn man einen besessenen Gegenstand einem anderen gegenüberstellt.
Beispiele
C'est ton stylo ? — Non, le mien est noir. — Ist das dein Stift? — Nein, meiner ist schwarz. (le mien gleicht sich dem maskulinen stylo an.)
Nos enfants jouent avec les leurs. — Unsere Kinder spielen mit ihren. (les leurs = ihre Kinder (maskulin Plural).)
Sa maison est grande, mais la nôtre est plus confortable. — Sein/ihr Haus ist groß, aber unseres ist bequemer. (la nôtre mit Zirkumflex, angeglichen an das feminine maison.)
J'ai mes problèmes et tu as les tiens. — Ich habe meine Probleme und du hast deine. (les tiens gleicht sich dem maskulinen Plural problèmes an.)
Occupe-toi de tes affaires, je m'occupe des miennes. — Kümmere dich um deine Angelegenheiten, ich kümmere mich um meine. (de + les miennes = des miennes (Kontraktion).)
Cette idée n'est pas la mienne, c'est la sienne. — Diese Idee ist nicht meine, sie ist seine/ihre. (la sienne = „seine“ oder „ihre“; das Genus kommt vom femininen idée.)
Häufige Fehler
Ta voiture est rouge ; le mien est bleu.
Ta voiture est rouge ; la mienne est bleue.
Ein Possessivpronomen (le mien, le tien, le sien…) richtet sich in Genus und Numerus nach dem besessenen Ding, nicht nach dem Besitzer — das englische "mine/yours" zeigt das nicht, daher greifen Lernende zum maskulinen le mien. Hier ist das ersetzte Substantiv voiture (feminin Singular), man braucht also la mienne, und auch das Adjektiv bleue muss kongruieren. Die Formen lauten le mien / la mienne / les miens / les miennes, ebenso für tien, sien, dazu le/la nôtre, le/la vôtre, le/la leur.
Voraussetzungen
Verwandte Regeln
pronounspossessivesagreement