Die direkten Objektpronomen (me / te / le / la / nous / vous / les)
Zusammenfassung
Die direkten Objektpronomen (me, te, le, la, nous, vous, les) ersetzen das Substantiv, das die Handlung direkt empfängt, und stehen vor dem konjugierten Verb, wo sie die Partizipangleichung auslösen können.
Erklärung
Ein direktes Objekt ist das Substantiv, das die Handlung direkt empfängt und auf 'wen?' oder 'was?' nach dem Verb antwortet: In je vois Marie ist Marie das direkte Objekt. Um das Substantiv nicht zu wiederholen, ersetzt es das Französische durch ein direktes Objektpronomen. Die Reihe lautet me (mich), te (dich), le (ihn/es, maskulin), la (sie/es, feminin), nous (uns), vous (euch/Sie) und les (sie, Plural).
Das entscheidende Merkmal ist die Stellung: Das direkte Objektpronomen steht unmittelbar vor dem konjugierten Verb, nicht dahinter wie im Englischen. Je vois Marie wird zu je la vois, und tu connais ce film? wird zu oui, je le connais. Das ist der häufigste Fehler englischsprachiger Lernender, die das Pronomen gern hinter dem Verb lassen (« je vois la »); im Französischen darf dort nur ein vollständiges Substantiv stehen.
Me, te, le und la werden vor einem Verb, das mit einem Vokal oder stummen h beginnt, zu m', t', l' elidiert: je t'aime, il l'invite, elle m'écoute. Beachte, dass l' für le oder la stehen kann, sodass das Geschlecht in dieser Form verborgen ist. Nous, vous und les werden nie elidiert, aber les löst vor einem Vokal eine Liaison aus (les amis, je les aime, mit /z/).
Bei einem Infinitiv steht das Pronomen direkt vor diesem Infinitiv, denn der Infinitiv regiert das Objekt: je veux le voir (ich will es sehen), tu peux les acheter (du kannst sie kaufen). Nur im bejahten Imperativ rückt das Pronomen hinter das Verb und wird mit Bindestrich angefügt, und me/te werden zu moi/toi: regarde-le! écoute-moi! Der verneinte Imperativ behält die normale Stellung: ne le regarde pas.
Eine praktische Faustregel: Bestimme das Substantiv, das auf 'wen/was?' antwortet, wähle das passende Pronomen nach Geschlecht und Zahl und setze es direkt vor das Verb, das das Objekt regiert (das konjugierte Verb oder den Infinitiv, falls vorhanden). Eine wichtige Folge in zusammengesetzten Zeiten: Da das Pronomen dem Hilfsverb vorausgeht, richtet sich das Partizip dann nach diesem vorangestellten direkten Objekt — je les ai vus, les lettres que j'ai écrites — und genau dort verbergen sich viele Angleichungsfehler.
Beispiele
Tu connais ce film ? Oui, je le connais. — Kennst du diesen Film? Ja, ich kenne ihn. (le ersetzt das maskuline Substantiv film und steht vor dem Verb.)
Je t'invite à dîner. — Ich lade dich zum Abendessen ein. (te wird vor dem Vokal von invite zu t' elidiert.)
Ces livres ? Je veux les lire. — Diese Bücher? Ich will sie lesen. (Bei einem Infinitiv steht das Pronomen vor dem Infinitiv lire.)
Ces lettres, je les ai déjà envoyées. — Diese Briefe, ich habe sie schon abgeschickt. (Das Partizip envoyées gleicht sich dem vorangestellten femininen Pluralobjekt les an.)
Regarde-moi ! — Sieh mich an! (Bejahter Imperativ: Das Pronomen folgt dem Verb und me wird zu moi.)
Ne le dérange pas. — Stör ihn nicht. (Verneinter Imperativ: Das Pronomen nimmt seine normale Stellung vor dem Verb wieder ein.)
Häufige Fehler
Je vois le.
Je le vois.
Anders als im Englischen lässt das Französische das Objektpronomen nicht hinter dem Verb stehen. Das direkte Objektpronomen (me, te, le, la, nous, vous, les) steht unmittelbar vor dem konjugierten Verb: « je le vois », nicht « je vois le ». Die englische Wortstellung ("I see it") verleitet Lernende dazu, das Pronomen hinter das Verb zu setzen, aber im Französischen darf dort nur ein Substantivobjekt stehen — ein Pronomen rückt davor. Bei einem Infinitiv steht das Pronomen direkt vor diesem Infinitiv: « je veux le voir ».
Voraussetzungen
Verwandte Regeln
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