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Grammatik & Gebrauch / Konjugation

Futur simple (einfaches Futur)

Niveaus: A2, B1

Zusammenfassung

Das Futur simple ist das einwortige Futurtempus, um auszudrücken, was geschehen wird, und wird gebildet, indem man die Endungen -ai, -as, -a, -ons, -ez, -ont an den Infinitiv (oder an einen unregelmäßigen Futurstamm) anhängt.

Erklärung

Das Futur simple drückt aus, was später geschehen wird, und entspricht dem englischen „will + Verb“. Es ist ein einfaches (einwortiges) Tempus, das für Vorhersagen, Versprechen, Pläne und zukünftige Tatsachen verwendet wird und besonders häufig in der Schriftsprache sowie in etwas förmlicheren oder distanzierteren Aussagen über die Zukunft vorkommt.

Seine Bildung ist außergewöhnlich durchsichtig: Der Stamm ist der Infinitiv selbst, an den man die Endungen -ai, -as, -a, -ons, -ez, -ont anhängt (fast identisch mit dem Präsens von avoir). So ergibt parler je parlerai, tu parleras, il parlera, nous parlerons, vous parlerez, ils parleront, und finir ergibt je finirai. Bei -re-Verben entfernt man einfach das auslautende -e des Infinitivs vor den Endungen: prendre → je prendrai, vendre → je vendrai.

Die Endungen ändern sich nie; was das Futur knifflig macht, ist eine Gruppe häufiger Verben mit unregelmäßigem Stamm, der den Infinitiv ersetzt, aber dieselben Endungen nimmt. Wichtig auswendig zu lernen sind unter anderem être → ser-, avoir → aur-, aller → ir-, faire → fer-, venir → viendr-, voir → verr-, pouvoir → pourr-, vouloir → voudr-, devoir → devr-, savoir → saur- und falloir → faudr- (il faudra). Ist der Stamm bekannt, läuft die Konjugation automatisch.

Eine typisch französische Regel verlangt, dass man nach den Konjunktionen quand, lorsque, dès que und aussitôt que mit Zukunftsbezug das Futur verwendet, wo das Englische das Präsens benutzt: quand il sera grand, il voyagera („when he is grown up, he will travel“). Lernende mit englischem Hintergrund behalten hier oft fälschlich das Präsens bei.

Die größte Falle im Sprechen ist die Konkurrenz des Futur proche (aller + Infinitiv), das das Französische für nahe, geplante oder sichere Ereignisse oft bevorzugt: je vais partir demain klingt im Gespräch natürlicher als je partirai demain für ein unmittelbar bevorstehendes Vorhaben. Die unregelmäßigen Stämme zu verwechseln (etwa *je faiserai statt je ferai zu schreiben) ist der andere wiederkehrende Fehler.

Faustregel: Geh fürs Futur vom Infinitiv aus (bei -re-Verben das auslautende -e weglassen) und hänge -ai, -as, -a, -ons, -ez, -ont an; lerne einfach die Handvoll unregelmäßiger Stämme und denke daran, nach quand und dès que das Futur statt des Präsens zu verwenden, wenn du die Zukunft meinst.

Beispiele

Demain, nous partirons très tôt.Morgen werden wir sehr früh aufbrechen. (Regelmäßiges -ir-Verb: Der Stamm ist der Infinitiv partir.)

Quand il sera grand, il fera ce métier.Wenn er groß ist, wird er diesen Beruf ausüben. (Nach quand mit Zukunftsbezug steht im Französischen das Futur (sera, fera).)

Je prendrai le bus si je suis en retard.Ich werde den Bus nehmen, wenn ich spät dran bin. (-re-Verben verlieren das End-e: prendre → prendrai.)

Vous aurez bientôt une réponse.Sie werden bald eine Antwort haben. (Unregelmäßiger Stamm: avoir → aur-.)

Ils iront en France l'été prochain.Sie werden nächsten Sommer nach Frankreich fahren. (Unregelmäßiger Stamm: aller → ir-.)

Häufige Fehler

Falsch: Demain je faiserai mes devoirs.

Richtig: Demain je ferai mes devoirs.

Einige häufige Verben haben einen unregelmäßigen Futurstamm, der den Infinitiv ersetzt; faire verwendet fer-, nicht den Infinitiv faire-. Die Endungen (-ai, -as, -a, -ons, -ez, -ont) sind immer regelmäßig, aber der Stamm muss gelernt werden: être → ser-, avoir → aur-, aller → ir-, faire → fer-, venir → viendr-, voir → verr-. Das Futur simple von faire lautet also je ferai, tu feras, il fera, niemals *faiserai.

Voraussetzungen

Verwandte Regeln

future-tenseverb-endingsirregular-stems